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November 22, 2011 / wirkollegen

Eltern fordern: Schüler fördern!

„Unterricht ist hochwertig, wenn jedes Kind die Chance hat, alle seine Fähigkeiten und Anlagen ohne Druck und Angst optimal zu entwickeln. Hochwertiger Unterricht bietet durch die Vielfalt der Aufgaben und die Unterschiedlichkeit der Kinder eine Fülle von Lernanreizen. Jedes Kind hat Begabungen. Hochwertiger Unterricht macht etwas daraus“, heißt es in einer nun veröffentlichten Resolution des Bundeselternrates.

(Quelle)

Ja, dass kann man sofort unterschreiben.  Und daraus leiten sich berechtigte Forderungen der Eltern ab:

Lehrer müssen mit Vielfalt umgehen können.  Die Lehreraus- und -fortbildung muss auf dem aktuellen Stand der Forschung sein. Die Lehrerfortbildung muss verpflichtend sein und sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Kinder und der Lehrer orientieren. Lehrer müssen unterschiedliche Unterrichtsmethoden kennen und anwenden können. Die Unterrichtsqualität muss regelmäßig geprüft werden. Alle Lehrer brauchen sonderpädagogische Grundkenntnisse. Die sächliche, räumliche und personelle Ausstattung muss deutlich besser werden. Lehrer müssen Verantwortung für das Lernergebnis ‚ihrer‘ Kinder übernehmen.

In Berlin sieht es aber so aus, dass für bestimmte Fächer Lehrermangel herrscht. Beispielsweise Physik, auch Musik (kling so ähnlich, interessiert aber noch weniger). Die noch frei umherschwirrenden Lehrkörper werden dann auf Castingveranstaltungen angepriesen und haben natürlich die Wahl, an welche Schule sie gehen, Mangelware ist begehrt. Schulen in wenig attraktiven Gegenden (man kann auch sagen sozialen Brennpunkten) werden aus verständlichen Gründen dann eher gemieden. Logisch. Und dort fehlen Lehrer. Womit werden die Löcher gestopft? Mit PKB-Kräften , mit Quereinsteigern und auch Referendare werden nicht weggeschickt. Und genau diese Menschen, die (das ist nun kein Vorwurf) keine pädagogische Ausbildung haben, werden nun vor die Klasse gestellt. Wer soll sie anleiten? Keiner. Denn der Rest des Kollegiums ist auch voll im Plan. Ratschläge gibt’s dann mal im Gang in der Pause so nebenbei. Die Eltern wissen i.Ü. nicht, welchen Status der Unterrichtende hat.

Die Eltern fordern  zu Recht, dass jeder Lehrer sonderpädagogische Grundkenntnisse haben soll. Allerdings ist die Situation derzeit so, dass die Kinder noch nicht einmal die Förderung erhalten, die Ihnen zusteht. Es knirscht wesentlich grundlegender in der Bildungslandschaft. Unterricht abdecken – diese Minimalforderung wird nicht erfüllt. Aber wenn DAS schon nicht gewährleistet wird …

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